Joachim Tillessen

Gastbeitrag von Joachim Tillessen

Ohne Bewegtbild können Sie Content Marketing filmen

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Filme, Videos, animierte Grafiken – alles, was sich bewegt, hat unsere Aufmerksamkeit. Richtig eingesetzt, transportieren bewegte Bilder Botschaften nicht nur schneller – sie bleiben auch länger und besser in Erinnerung. Ein Gastbeitrag von Joachim Tillessen, Programmleiter des MAS Corporate Communication Management an der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) in Olten.

Bewegtbild – ein wichtiges Format im Content Marketing. Hören Sie im Podcast, welches Potenzial Joachim Tillessen Content Marketing zuschreibt.

Es ist das Jahr 1900 in Hamburg. Der Unternehmer Eberhard Knopf zeigt in seinem «Konzert- und Automatenhaus» – dem ersten Kino Deutschlands – sein dreiteiliges Filmprogramm «Ankunft eines Eisenbahnzuges». Doch bereits beim ersten Teil rennt das Publikum in Panik auf die Strasse, aufgewühlt angesichts der auf der Leinwand näherkommenden Lokomotive.

Bilder bewegen uns

Die moderne Gesellschaft hat hohe Ansprüche an Unternehmen. Sie sollen neben ökonomischer Profitabilität auch gesellschaftliche Standards sozialer, ökologischer und kultureller Art erfüllen. Für viele Kommunikationsprofis eine Herausforderung: Unternehmerische Erfolgsstorys werden zu teils komplizierten Narrativen, die nicht in jedem Medium erzählbar sind. Mit ein Grund, warum sie immer immer häufiger zu Film, Video, animierter Grafik usw. greifen. Dank Multimedialität können komplexe Themen einfacher und schneller vermittelt werden.

Ähnliches gilt auch für die Kommunikation nach innen. Auch sie ist thematisch vielfältiger und inhaltlich anspruchsvoller geworden – Stichworte Compliance, Diversity oder Gesundheitsmanagement. Hier können bewegte Bilder verstärkt zur Informationsvermittlung, Prozessunterstützung, Schaffung von Identifikation der Mitarbeitenden mit dem Unternehmen sowie zur Schulung von Mitarbeitenden eingesetzt werden.

Mit Bewegtbildkommunikation erreichen Unternehmen also sämtliche internen und externen Zielgruppen. Limitiert wird die Bewegtbildkommunikation einzig durch die Akzeptanz des Videos beim Zuschauer.

Film und Blogbeitrag by Redact – einige Beispiele

Bewegtbild – ganz unser «Beuteschema»

Bewegte Bilder haben gegenüber anderen Informationsformen einen Aufmerksamkeitsvorteil. Die permanente Bild- und Tonveränderung erzielt eine Orientierungswirkung. Dies lässt sich evolutionsbiologisch erklären: Bewegung wird mit «Gefahr» und «Beute» assoziiert. Zudem wirken bewegte Bilder multisensorisch. Sie sprechen mehrere Sinne (visuelle und auditive) an. Das gibt zusätzlich Aufmerksamkeit.

Mit diesem Wissen im Hinterkopf lassen sich Informationen leichter verständlich darstellen oder zum Beispiel Konsumenten schneller in neue Sachverhalte einführen. Bewegtbildinhalte haben im Vergleich zu einem Text eine höhere Informationsdichte – vor allem aber weisen sie höhere Erinnerungswerte auf. Sie bleiben also vergleichsweise länger im Gedächtnis als statische Informationen und können auch genauer und detaillierter wiedergegeben werden. Sobald der Zuschauer mit neuen Themen konfrontiert wird, erlauben Bewegtbildinhalte eine äusserst schnelle, intuitive und assoziative Orientierung.