Multichannel-Marketing

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Kommunikationskanäle

Kommunikationskanäle richtig kombinieren

Auf dem Blog publizieren, auf Facebook posten oder mit Adwords bewerben: Unternehmen stehen viele Online-Kanäle zur Verfügung. Aber wie lässt sich Multichannel mit Owned, Paid, Managed und Earned Media richtig kombinieren?

Für die Online-Kommunikation stehen einem Unternehmen verschiedene Kanäle zur Verfügung. Diesen Ansatz nennt man Multichannel. Marketingverantwortliche sollten diese Channels bei der Redaktionsplanung richtig orchestrieren, damit die Inhalte die richtige Zielgruppe erreichen.

Man unterscheidet zwischen Owned, Paid, Managed und Earned Media. Jeder dieser Kanäle funktioniert nach eigenen Regeln. In einer guten Content-Marketing-Strategie bedient man Channels aus allen Bereichen, je nach Inhalt und Zielgruppe mit unterschiedlichem Schwerpunkt.

Owned Media

Die Kommunikationskanäle der Owned Media gehören dem Unternehmen – die eigene Website, der Blog oder der Newsletter. Über diese Channels hat das Unternehmen deshalb die volle Kontrolle. Das heisst, es kann die Inhalte beliebig anpassen, erweitern oder auch entfernen. Kernaktivitäten spielen sich deshalb vor allem auf Owned Media ab.

Paid Media

Wenn Unternehmen für ihre Kanäle bezahlen müssen, beispielsweise gesponserte Posts auf Social Media oder Google Ads, nennt man das Paid Media. Dadurch kann man zwar viele Personen erreichen, die Glaubwürdigkeit gegenüber Werbung ist allerdings gering. Zudem haben viele User einen Ad-Blocker installiert, der die Wirkung von Adwords verhindert.

Managed Media

Publiziert ein Unternehmen seine Inhalte auf Plattformen Dritter, spricht man von Managed Media. Dabei ist die Abhängigkeit besonders gross. Denn die Sichtbarkeit, beispielsweise eines Facebook-Posts, ist abhängig von Algorithmen der Plattform. Diese können jederzeit ohne Ankündigung ändern und viel Arbeit zunichtemachen. Oder aber die Plattform büsst an Beliebtheit ein, die Zielgruppe wandert ab, und das Unternehmen kann sie nicht mehr erreichen.

Earned Media

Rezipienten der Inhalte verbreiten diese weiter und werden so selber zum Kanal – als Review, Share oder Like. Dieses Phänomen bezeichnet man als Earned Media, da man sich diese Aufmerksamkeit mit Inhalten verdienen muss.

Dafür ist wichtig, dass die Inhalte hochwertig und relevant sind, begeistern und Vertrauen schaffen. Zudem sollte das Unternehmen die Inhalte auf den richtigen Channels publizieren, damit die Zielgruppe diese überhaupt findet. Nur dann werden sie von den Internetnutzern auch verbreitet.

Earned Media können die Glaubwürdigkeit und die Authentizität einer Marke steigern, wenn die richtigen Personen Empfehlungen verbreiten. Das lässt sich allerdings nicht kontrollieren.

Tamara Tiefenauer

Über den Autor

Tamara Tiefenauer

Hat erste Erfahrungen in der Zeitungsbranche gesammelt und hat sich über den Magazinjournalismus zur Content-Marketing-Spezialistin weiterentwickelt.

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