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Content-Strategin Xenia Imbach

Content-Strategin Xenia: «Ich war süchtig»

Sie interessiert sich nach eigenen Angaben für alles, was im Web stattfindet. Aber das Web interessiert sich kaum für sie. Deshalb: 4 Dinge, die Google nicht weiss über unsere Content-Strategin Xenia Imbach. Plus lesen Sie im exklusiven Extracontent: Wonach Xenia süchtig war.

Es ist eigenartig, dass ausgerechnet jene Menschen, die sich täglich mit der Sichtbarkeit von digitalen Inhalten befassen, selber im Netz kaum auffindbar sind. Bei Xenia Imbach verhält es sich diesbezüglich ähnlich wie bei Kollege Fröhner, Junior Publisher bei Redact. Um den «xenianischen» Algorithmus als Grundlage ihres Handelns zu verstehen, muss man sie also zum Gespräch treffen. Folgendes müssen Sie über unsere Mitarbeiterin wissen.

Ding 1: Warum Xenia digital denkt und analog lebt

Okay, das stimmt nicht ganz. Xenia möchte künftig vermehrt oder mindestens manchmal etwas analoger unterwegs sein. «Ein bisschen weniger Screentime, mehr bewusstes Offline-Leben», sagt sie. Aber die digitalen Klauen haben sie – selbstverschuldet – fest im Griff: das Studium inklusive Pendeln zwischen Graz, Berlin, London und Winterthur, der eigene Blog, auf dem sie häppchenweise und attraktiv aufbereitet erörtert, worauf es bei gutem Content im Web ankommt. Einige Satzfetzen zum «Gluschtig»-Machen gefällig? «Content auf User zuschneiden.» «Zusammenspiel von Print und Digital.» «Customer Journeys und Experience Mapping» – was übrigens das Thema ihrer Masterarbeit ist. Kurzum: Xenia studiert das Internet und seine Wirkung auf die User, auf uns alle.

Ding 2: «Ich brauche zu viele Post-its!»

Schon aufgefallen? Es gibt selbst in «Paperless Office»-Zeiten dieses eine Büroutensil, ohne das selbst «deepeste» Digital-Dirigentinnen wie Xenia nicht können: das Post-it. Unsere Strategin schiebt die Klebdinger an weissen Wänden herum wie römische Feldherren die Soldaten auf der Landkarte. «Post-its sind eine tolle Erfindung, mein Verschleiss ist enorm. Die lilafarbenen mag ich am meisten.» Apropos Farben: Das typische Klacken beim Entfernen eines Leuchtstiftdeckels löst bei Xenia ekstatische Gefühle aus. «Alle meine Studienbücher sind bunt angefärbt. Das hilft mir beim Lernprozess.» In der Schule nannte man sie übrigens «Regenbogenstreber». Ob sie deswegen früher in den Brunnen auf dem Pausenplatz geworfen wurde, wollte sie nicht verraten. Tendenz: ja.

Ding 3: Sie spricht so schnell, wie sie tanzt

Ist man kurz unachtsam, kann einen Xenias verbaler Output TGV-artig überrollen. Dabei drückt sie sich nicht immer SEO-konform aus: «Ich erfinde zwischendurch eigene Wörter.» Und bestimmt auch eigene Moves. Denn entspannen tut sich die Web-Wuslerin beim Ausüben des wohl nervösesten Tanzstils überhaupt: Lindy Hop. «Beim Tanzen kann ich mich kreativ ausleben. Die perfekte Abwechslung zum hochstrukturierten Berufsinhalt», sagt Xenia. Lindy Hop stammt übrigens aus den USA der Dreissigerjahre und ist ziemlich «wirblig und spielerisch». Anders ausgedrückt: Xenia macht Boogie-Woogie-Faxen zu Musik, die wir aus Schwarzweissfilmen kennen.

Ding 4: «Xenias sind meistens eingebildet»

Und kriminell. Die Xenia aus dem Bond-Film «Goldeneye» beispielsweise murkst am Hafen von Monaco einen Admiral und zwei Helikopterpiloten ab. Grausig. Eine andere Xenia, Intrigantin aus der TV-Serie «Sturm der Liebe», hat ebenfalls mehrere Mitdarsteller auf dem fiktiven Gewissen. Und dann gibt’s noch jene Xenia aus dem Tessin, die uns über Jahre hinweg mit ihrer penetranten Medienpräsenz mörderisch auf den nationalen Wecker ging. «Xenias sind meistens eingebildet», gibt denn auch unsere Xenia offen zu, um sogleich anzufügen: «Aber ich bin da eine Ausnahme.»

Zusatzding «exklusiver Extracontent»: Wonach Xenia süchtig war

Dass Xenia ausgerechnet in unserem Gespräch ihr Schweigen bricht, war so nicht zu erwarten. Offenbar musste es einfach endlich ans Licht: «Ich war süchtig», gesteht sie und holt nochmals tief Luft, «süchtig nach TV-Serien. Ärzteserien, Telenovelas, ‹Game of Thrones› – einfach alles!» Als sie auf der Internetseite tiii.me ausgerechnete, wie viel Zeit sie schon vor dem TV verplemperte, wurde ihr klar, dass ihre Seriensucht vermutlich schon vorgeburtlich angefangen haben muss. «Heute bin ich clean», beteuert Xenia nicht ohne Stolz. Das freut uns. Aber wenn ich mir eine abschliessende Bemerkung erlauben darf: Ich vermute, dass sie diesbezüglich noch nicht über den Berg ist. Denn spricht man Xenia auf die aktuelle und letzte «GoT»-Staffel an, sprudeln Meinung und Kommentare verdächtig leidenschaftlich aus ihr heraus …

Schlusswort

Noch ein Zitat unserer lieben neuen Mitarbeiterin: «Aus Daten im Web kann man sehr schnell falsche Schlüsse ziehen. Meine Aufgabe ist es, die richtigen daraus zu ziehen.» Ihre Aufgabe, liebe Lesende, ist es, aus diesem Artikel den richtigen Schluss zu ziehen: nämlich, dass Xenia Imbach eine kompetente und humorvolle Zeitgenossin ist. Ja, das ist sie.

Luk Von Bergen

Über den Autor

Luk von Bergen

Schreibt alles: Storys, Songs, Gags. Für alle und für sich. Als grosser Tatort-Fan weiss er, wie man aus verdächtigen Informationen die richtigen Sätze und Botschaften ermittelt.

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