
Mit sauberem Consent Management zu 40% mehr Daten: Energie 360° verbessert die Datengrundlage und steigert die Marketing-Performance messbar.
Diese Kompetenzen bringen wir ins Projekt ein:
Ausgangslage
Consent Management ist nicht nur ein Compliance-Thema – es ist die Grundlage für performantes, datenbasiertes Marketing. Energie 360° stand vor der Herausforderung, die bestehende Lösung zu überarbeiten, um die Qualität und die Verfügbarkeit der Nutzerdaten deutlich zu verbessern. Ziel war es, die Einwilligungsraten zu erhöhen, rechtlich auf der sicheren Seite zu sein und gleichzeitig mehr valide Daten für Marketing- und Analysezwecke zu generieren.
Die Herausforderung bestand darin, die verschiedenen Stakeholder vom Projekt zu involvieren und aufeinander abzustimmen:
- Communication und UX für klare, verständliche Inhalte und benutzerfreundliche Gestaltung
- Legal, um Datenschutzvorgaben gemäss CH- und EU-Recht sicherzustellen
- IT und Development für die technische Umsetzung und Compliance
- Analytics, zur Sicherung des Trackings und Anpassung des Tag Managers
- externe Mediaagentur, die auf präzise Kampagnen-Attribution angewiesen ist
Die bisherige Lösung war technisch limitiert, restriktiv aufgesetzt und wurde mit geringem spezifischem Privacy-Know-how eingeführt. Sie bot keine regionalen Anpassungen, kaum differenzierte Steuerung und führte zu einer Click-to-Session-Rate von nur 10 % (Benchmark: 30–40 %): zu wenig, um digitale Kampagnen effektiv zu optimieren.

Strategie und Lösung
Unterschiedliche Anspruchsgruppen – von Legal über IT bis zur Mediaagentur – brachten jeweils eigene Anforderungen und Sichtweisen ins Projekt ein. Gerade bei einem Querschnittsthema wie Consent Management ist es entscheidend, diese Perspektiven frühzeitig zu vereinen und ein gemeinsames Zielbild zu entwickeln. Dank klarem Projektmanagement gelang es, die Anforderungen systematisch zu erfassen, Prioritäten zu setzen und alle Beteiligten in einem strukturierten Prozess mitzunehmen. So entstand eine Lösung, die nicht nur rechtlich und technisch funktioniert, sondern auch zur Leistungssteigerung im digitalen Marketing beiträgt.
1. Privacy-Workshop als Startpunkt
Im initialen Workshop mit allen relevanten Stakeholdern analysierten wir den Status quo, klärten die Potenziale und legten die nächsten Schritte fest. Der Fokus: Wie schaffen wir eine Lösung, die valide Daten liefert – und dabei den komplexen Anforderungen von Datenschutz, Technik und Marketing gerecht wird?
2. Tool-Evaluation und Auswahl
Die bisherige Lösung Cookiebot wurde kritisch geprüft – sowohl aus Privacy- als auch aus Performance-Sicht. Die Entscheidung fiel auf die Vollversion von Usercentrics, da das Tool flexibel anpassbar, rechtssicher und technisch anschlussfähig ist. Ein weiteres Plus: Die Möglichkeit zur regional differenzierten Steuerung (CH, EU, International), was für Energie 360° besonders wichtig war.
3. Stakeholder-orientierte Projektstruktur
Die Umsetzung erfolgte entlang klar definierter Arbeitspakete: Die Mediaagentur entwickelte die Anforderungen für die Kampagnen-Attribution, die Legal-Abteilung stellte die juristische Prüfung sicher, UX sorgte für ein nutzerfreundliches Interface, das Communications Team lieferte verständliche Texte, während IT und Analytics die technische Integration und das Tracking verantworteten.
4. Technische Implementierung und Testing
Die technische Umsetzung wurde in enger Zusammenarbeit mit den Fachbereichen geplant und schrittweise realisiert – inklusive Troubleshooting, Testing und iterativer Feinjustierung im laufenden Betrieb. Die Implementierung fand auf der Hauptseite und 3 Microsites statt.
5. Monitoring und Optimierung
Nach der Implementierung folgte ein engmaschiges Monitoring, um einerseits Qualitätssicherung zu betreiben und andererseits die User-Interaktionen zu analysieren, damit die Ausspielung konstant erfolgte. Die Analyse geschah mit Hilfe der detaillierten Usercentrics Analytics Insights.
Der vollständige Rollout erfolgte pünktlich nach rund drei Monaten.
Wirkung
Die Einführung des neuen Consent Managements brachte konkrete und messbare Verbesserungen – sowohl technisch als auch wirtschaftlich:
- +40 % mehr valide Daten – ein deutlich breiteres Fundament für Analysen, Kampagnenoptimierung und Zielgruppenansprache
- Signifikante Verbesserung der Click-to-Session-Rate, was eine verlässlichere Attribution und datenbasierte Kampagnensteuerung ermöglicht
- Klare Kostenersparnis im digitalen Marketing, da Budgets gezielter eingesetzt und Streuverluste reduziert werden konnten
- Stärkere interne Akzeptanz: Consent Management wird heute als strategischer Hebel für Content-Performance verstanden – nicht als reine Pflicht.
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